Hoch über dem Isartal, weithin sichtbar und stolz ragte einst eine Burg in den
weißblauen bayerischen Himmel ...
Auf einem für Angreifer schwer zugänglichen im Norden gelegenen Bergrücken
des Wolfratshauser Bergwaldes entstand bereits im zehnten Jahrhundert eine
Wallanlage, bevor um das Jahr 1100 die Grafen von Wolfratshausen eine kleine
Burg errichten ließen die der Sicherung des Flussüberganges diente.
Im Laufe der Geschichte ging diese Burg zuerst an die Grafen von Andechs,
später dann an die Wittelsbacher Fürsten.
Sie wurde Amtssitz des Pflegers und herzoglichen Richters sowie Mittelpunkt des
Landgerichts Wolfratshausen, welches sich von Freising bis nach Tirol und vom
Starnberger See bis hinüber zum Tegernsee erstreckte.
Am 7. April 1734 schlug der Blitz in den Pulverturm, in dem ca. 350 Zentner Pulver
gelagert waren. Die Explosion machte die Burg dem Erdboden gleich. Sie wurde
danach nicht mehr aufgebaut.
Die Steine ihrer Ruine verwendete man später unter anderem für den Bau der
Münchner Residenz. Am 8. April 1734 berichtete der damalige Pfleger Braunmüller
dem Kurfürsten Karl Albrecht vom Ende der Wolfratshauser Burg.
In seinem Brief beschreibt er anschaulich die durch den Blitzschlag entstandenen
Verwüstungen:
Am östlichen Berghang, in der Nähe der
einstigen Hauptburg steht ein
Gedenkstein aus dem Jahre 1852, es
scheint als warte er nur darauf, dass hier
wieder emsiges Treiben beginnt und
mutige Bürger mit den Arbeitsweisen des
Mittelalters die Burg wieder in ihrem alten
Glanze neu entstehen ließen ...... ähnlich
bereits geschehen in Frankreich. Und
staune, durch den inzwischen deutlich
erkannten pädagogischen Wert der
Anlage trägt sich diese schon jetzt durch
Eintrittsgelder. Die Werte aber, die
dadurch den in Schulklassen und
Familien anreisenden Kindern
und Jugendlichen vermittelt werden,
lassen sich in Zahlen nicht ausdrücken.
Was unsere französischen Freunde
können, können wir doch auch? Oder?
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